Psychoedukation

Unter Psychoedukation versteht man die gezielte Vermittlung von Informationen zum jeweiligen Störungsbild, an dem ein Klient leidet. Dabei geht es darum, der betroffenen Person ein möglichst gutes Verständnis für das Zustandekommen und die Aufrechterhaltung der Symptomatik, an der sie leidet, zu vermitteln.

Ein Aspekt, den ich an der Verhaltenstherapie sehr schätze, ist ihre Transparenz. Es ist sehr wichtig, dass man versteht, was „mit einem los“ ist, denn das kann im therapeutischen Setting bereits eine große Entlastung darstellen. Psychische Symptome sind unter anderem deshalb so quälend, weil man sie meist nicht versteht. Gerade bei Panikattacken machen die Angst vor der Angst und die anscheinende Unvorhersagbarkeit einer erneuten Panikattacke einen großen Teil des subjektiv empfundenen Leids aus. Im Rahmen einer erfolgreichen, verhaltenstherapeutisch fundierten Therapie soll der Klient sich und die hinter der Symptomatik steckende Systematik nach und nach immer besser verstehen und so mit der Zeit immer genauer selbst wissen, was in welcher Situation zu tun ist, um die Symptomatik zu verringern oder nach und nach dafür zu sorgen, dass sie sich gänzlich zurückbildet.

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