Ängste

Die verschiedenen Angststörungen unterscheiden sich primär darin, wovor man Angst hat. Sehr häufig sind Ängste vor Menschenmengen / Enge oder vor bestimmten sozialen Situationen wie Referaten oder mündlichen Prüfungen, aber auch vor speziellen Dingen wie Spinnen, Hunden, Krankheiten, dem Autofahren / Fliegen oder dem Scheitern in der Schule, im Studium oder im Beruf (Leistungsängste). Im Fall der generalisierten Angststörung kommt zu konkreten Ängsten auch ein generell sehr ausgeprägtes Sorgeverhalten hinzu.

Generell gehen alle Ängste mit dem Impuls einher, die angstauslösende Situation zu vermeiden bzw. möglichst schnell wieder zu verlassen. Folgt man diesem Impuls, so führt dies zwar meist kurzfristig zu einer Entlastung, bewirkt jedoch vor dem Hintergrund lerntheoretischer Prinzipien mit der Zeit eine immer stärkere Verfestigung oder sogar Ausweitung der Angstsymptomatik, was wiederum zur Folge hat, dass die jeweiligen Ängste das eigene Leben immer stärker dominieren und man sich selbst als immer ohnmächtiger den Ängsten gegenüber erlebt.

Wenn Sie eine derartige Verschlimmerung Ihrer Ängste bei sich wahrnehmen, ist es wichtig, sich zeitnah um psychotherapeutische Behandlung zu bemühen, damit Sie den Kreislauf aus Vermeidungsverhalten und Verschlimmerung der Symptomatik durchbrechen und die Situation mit professioneller Unterstützung möglichst schnell wieder unter Ihre Kontrolle bringen.

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